Wie weit trägt das biopsychosoziale Modell des Menschen in der Psychotherapie?

Franz Resch, Kerstin Westhoff

Abstract


Das biopsychosoziale Modell des Menschen gilt als integrale Erklärungsfigur für psychische Störungen, wobei dadurch unterschiedliche Forschungserkenntnisse auf den Gebieten der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften in ihren möglichen Wechselwirkungen erkennbar gemacht werden. Das Modell kann jedoch aus prinzipiellen Gründen nicht widerspruchsfrei und eindeutig formuliert werden, da es keine Wissenschaftssprache gibt, in der alle Erkenntnisse über den Menschen auszusagen sind. Das Problem einer Differenz zwischen Ereignissen und Erkenntnissen bleibt bestehen. Therapeutisches Handeln findet im Spannungsfeld empirisch evidenter Fakten als subjektives Bedeutungsgeschehen statt. Philosophie und Hermeneutik sind integrale Bestandteile der psychotherapeutischen Behandlungsvoraussetzungen.

Schlüsselwörter Biopsychosoziales Modell; Entwicklungspsychiatrie; Hermeneutik; Leitlinien; Psychotherapeutische Praxis

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