Erfahrungen aus dem psychotherapeutischen Propädeutikum

Elisabeth Jandl-Jager

Abstract


Es wird eine Studie vorgestellt. die 1997 in Kooperation mit 10 der damals 13 anerkannten psychotherapeutischen Propädeutikumseinrichtungen eine Evaluation der psychotherapeutischen Propädeutika erarbeitet hat. Mit einem strukturierten Fragebogen wurden die Teilnehmerinnen, AbsolventInnen, Abbrecherlnnen/Wechslerlnnen und Lehrenden befragt. Es wurden 1167 Fragebogen ausgewertet, was einer Rücklaufquote von 31-47% entsprach. Das Projekt hatte damals das Ziel einen ersten Überblick über die Teilnehmerinnen, AbsolventInnen und Abbrecherinnen zu geben, sowie Informationen zu erheben, die die Ausbildung verbessern könnten und festzustellen, wieweit die Entwicklung des psychotherapeutischen Propädeutikums den Intentionen des Gesetzes entspricht. Insgesamt lässt sich sagen, dass einerseits die Absichten des Gesetzes insoweit erreicht wurden als das Propädeutikum tatsächlich vor allem im praktischen Teil die vom Psychotherapiegesetz beabsichtigte Prüfung der Motivation sowie die Erhöhung der Selbstreflexion erbringt. Andererseits wird von den Befragten dem theoretischen Teil der Ausbildung eine geringere Bedeutung zugemessen, was den Vorstellungen des Gesetzgebers nicht entspricht. Darüber hinaus dürften mehr als ein Drittel der Teilnehmerinnen und AbsolventInnen keine fachspezifische Psychotherapieausbildung anstreben.

Schlüsselwörter:
Psychotherapieausbildung; Motivation; Gesamterhebung; Psychotherapeutisches Propädeutikum.


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