Das psychotherapeutische Propädeutikum an der Universität Innsbruck - erste Erfahrungen und Ergebnisse einer Absolventenbefragung

Christoph Bedenbecker, Wolfgang Fleischhacker

Abstract


Seit 1992 wird an der Universität Innsbruck der erste Teil der Psychotherapieausbildung, das psychotherapeutische Propädeutikum, angeboten. Bis Juli 2000 haben 745 Personen den Lehrgang besucht, 313 erfolgreich abgeschlossen. Der Anteil der weiblichen Teilnehmerinnen liegt bei 71,8 %. Das durchschnittliche Alter bei Beginn der Ausbildung liegt bei 31 Jahren. 87% sind ÖsterreicherInnen; 69% betreiben gleichzeitig ein ordentliches Universitätsstudium (z.B. Psychologie, Medizin, Pädagogik) bzw. haben es abgeschlossen. 15% besitzen keine Matura.

Ergebnisse einer Befragung, an der sich 118 AbsolventInnen beteiligt haben, werden vorgestellt. Es zeigte sich, dass 71% der Teilnehmerinnen während des Propädeutikums berufstätig waren (voll oder teilzeitbeschäftigt). Die AbsolventInnen beurteilen den Nutzen des Propädeutikums überwiegend positiv, besonders hinsichtlich ihrer persönlichen Entwicklung. Nur 48% haben sich für den zweiten Teil der Psychotherapieausbildung, das Fachspezifikum, beworben. Als Gründe für die Nicht-Bewerbung wurden in erster Linie die hohen Kosten und der hohe zeitliche Aufwand genannt. Als Methode wurden Logotherapie/Existenz-analyse, Systemische Familientherapie, Verhaltenstherapie und Katathym Imaginative Psychotherapie am meisten gewählt. Als wichtigste Entscheidungsfaktoren wurden die Methode selbst und die räumliche Nähe der Ausbildungseinrichtung genannt.

In der Diskussion der Ergebnisse werden der Anteil der Frauen, das hohe Alter zu Beginn, Dauer und Umfang sowie Kosten der Ausbildung angesprochen.

Schlüsselwörter:
Psychotherapieausbildung; Österreich; Universität; Befragung.


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