Zum Verhältnis von Psychotherapie und Sozialpsychiatrie aus der Perspektive des Dialogs im Psychoseseminar

Thomas Bock, Evangelia Nika

Abstract


Psychoseerfahrene, Angehörige und Therapeuten fordern in sogenannten Psychoseseminaren eine Ergänzung der Psychopathologie um anthropologische Aspekte. Die anthropologische Sichtweise auf Psychosen wird dargestellt und aus dem Dialog heraus begründet. Sie erscheint geeignet, die Verständigung zwischen (Sozial-) Psychiatrie und (psychoanalytischer) Psychotherapie zu fördern. Konsequenzen für die Psychosentherapie werden diskutiert, vor allem hinsichtlich der Gestaltung von Sprache, der Reflexion von Macht, der Wertschätzung von Alltagsbegebenheiten und der Integration von Pharmakotherapie. Vorrangige gemeinsame Aufgabe von Sozialpsychiatrie und Psychotherapie ist dabei, die Psychiatrie dialogfähig zum machen. Pharmakotherapie und Psychoedukation, derzeitiger Mainstream, werden das alleine nicht bewirken können und damit für sich selbst zum Problem.

Schlüsselwörter:
Sozialpsychiatrie, Psychotherapie, Dialog, Psychoseseminare, anthropologisches Psychoseverständnis


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