Motivation durch Selbstevaluation

Anita Eyth

Abstract


Dieser Beitrag beschreibt ein Selbstevaluationsprojekt, welches die Beratungstätigkeit mit langzeitarbeitslosen Personen zum Inhalt hat. Die Evaluation wurde von der Autorin unter wissenschaftlicher Begleitung von Univ.-Prof. Jandl-Jager und Mag. Starkl durchgeführt und orientierte sich am Konzept von Selbstevaluation als Methode der Qualifizierung. Im Rahmen der Einzelfallevaluation werden mittels Zielvereinbarungen Veränderungsprozesse von KlientInnen dokumentiert, sowie die Interventionen im Beratungsprozess festgehalten und reflektiert. Die Zeiterfassung gibt Auskunft über die zeitliche Gewichtung von Arbeitsschwerpunkten. Der Prozess, von der Entwicklung und Anwendung des Dokumentationssystems, bis zur Durchführung der Evaluation und den dabei gewonnenen Erfahrungen, wird hier nachgezeichnet.

Die Durchführung und die Ergebnisse der Zeiterfassung führte zu einer strukturierten Nutzung der Arbeitszeit, sowie zu einer inhaltlichen Reflexion über die Gewichtung der verschiedenen Arbeitsschwerpunkte. Als Konsequenz kam es zu einer Reduktion des organisationsbezogenen Zeitaufwandes zugunsten der internen Weiterbildung.

Die Anwendung des Dokumentationssystems in der Einzelfallevaluation bewährte sich hinsichtlich der Auftragsklärung, der Vereinbarung einer Arbeitsgrundlage und ermöglichte strukturierte Beratungen. Die effektive Zielerreichung von 49% der vereinbarten Beratungsziele, weist auf einen nachhaltigen Nutzen der Selbstevaluation als Instrument zur Überprüfung und Erweiterung der beruflichen Kompetenz hin.

Schlüsselwörter:
Selbstevaluation, Zeiterfassung, Einzelfallevaluation, Dokumentationssystem, Zielvereinbarung, Qualifizierung.


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