Die Konflikt-Achse (Achse III) in der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik OPD

Gereon Heuft, Gudrun Schneider, Sven Olaf Hoffmann, Gerhard Schüßler

Abstract


Die Notwendigkeit einer Operationalisierung psychoanalytischer Konfliktdiagnostik gründet in den zunehmenden Ansprüchen an die Validität und Reliabilität diagnostischer Kriterien. Dies ist für die Planung von Studien, die unter dem Gesichtspunkt einer Evidence Based Medicine (EBM) akzeptiert werden sollen, ebenso relevant wie für die Qualitätssicherung im Rahmen klinischer Versorgung. Neben den sieben repetitiv-dysfunktionalen Konfliktmustern wird das Konzept einer eingeschränkten Konflikt- und Gefühlswahrnehmung entsprechend dem Alexithymie-Konzept und das Konzept des Aktualkonfliktes diskutiert. Es wird auf die Bedeutung der Leitaffekte für ein valides Konfliktrating hingewiesen. Außerdem wird begründet, dass beim Rating der aktiven versus passiven Modalität des führenden Konfliktes der biographisch führende Modus abgebildet werden soll. Zur Erhöhung der Validität wird am Beispiel des Autonomie-Abhängigkeits-Konfliktes und des Versorgungs-Autarkie-Konfliktes jeweils ein differenzierendes Begriffscluster vorgestellt. Da in diesem Jahr die englische Übersetzung der OPD verfügbar sein wird, zeichnet sich die Möglichkeit ab, auch international mit Hilfe der operationalisierten Konzepte wieder ein wissenschaftliches Interesse an psychoanalytischen Inhalten entwickeln zu können.

Schlüsselwörter:
Operationalisierte Psychodynamisehe Diagnostik, OPD, Konflikt, Struktur, Aktualkonflikt


Volltext:

PRINT

Refbacks

  • Im Moment gibt es keine Refbacks


Copyright (c) 1999 Gereon Heuft, Gudrun Schneider, Sven Olaf Hoffmann, Gerhard Schüßler

Lizenz-URL: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/