Einstellung zu sexuellen Kontakten in der Psychotherapie: Ergebnisse einer Befragung unter oberösterreichischen Psychotherapeuten

Egon Michael Haberfellner, Sabine Zankl

Abstract


Hintergrund. Unter oberösterreichischen Psychotherapeuten wurde eine Befragung durchgeführt, um deren Einstellungen zum Thema „sexuelle Kontakte in der Psychotherapie“ zu erheben.

Methode. 204 Psychotherapeuten beteiligten sich an der Befragung.

Ergebnisse. 2,5 % der befragten Psychotherapeuten waren der Ansicht, dass sexuelle Aktivitäten eine hilfreiche Intervention sein können. 22 % waren nicht informiert, dass sexueller Kontakt mit Patienten strafrechtlich verfolgt werden kann. 60 % vertraten die Meinung, dass sexuelle Kontakte nach Abschluss einer Psychotherapie unter bestimmten Umständen vertretbar sind.

Diskussion. Nur von einzelnen Psychotherapeuten wurden eindeutig unethische Positionen vertreten. Viele Psychotherapeuten sind sich nicht darüber im Klaren, dass sexuelle Kontakte auch nach Abschluss einer Psychotherapie ethisch zu verurteilen sind. Diskussionen und Fortbildungen über diese Thematik sind dringend notwendig.

Schlüsselwörter Sexueller Missbrauch; Sexueller Kontakt Psychotherapeut mit Patient; Grenzverletzungen; Übertragung

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